Fetales Alkoholsyndrom – Alkoholembryopathie

Fetales Alkoholsyndrom (FAS)

Hirnschädigung des Nachwuchses durch den Alkohol ist nicht umkehrbar

Diesen Ausdruck habe ich bis dato noch nie in meinem Leben gehört. Auch Fetale Alkoholembryopathie (FAE) oder Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD) ist mir noch nie untergekommen. Dafür der Mostschädl (klassische Bedeutung ist: Kind, das mit Alkohol getränktem Zutz ruhig gestellt wurde).

Das Drogen während der Schwangerschaft nicht gut sind, wusste ich schon. Aber auch 1 Glaserl Alkohol (Wein, Bier) reicht zur umfassenden Schädigung des Nachwuchses aus. Somit ist wirklich eines klar. Unterstützt eure Partnerinnen dabei zumindest während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken. Am Besten geht das, wenn DU selbst mit gutem Beispiel voran gehst, und ab der bestehenden Möglichkeit eines gemeinsam produzierten Nachwuchses auch auf Alkohol verzichtest. Mittlerweile gibt es ja glücklicherweise auch wohlschmeckende alkoholfreie Biere. (Oder meine Geschmacksnerven haben etwas abbekommen).

Die Definition laut Wikipedia ist:

Abbildung von Frau und Baby trinken Alkohol, Darstellung erstellt von Bruce Blaus, geändert von mir
Frau und Baby trinken Alkohol von Bruce Blaus (Eigenes Werk, angepasst an Deutsch) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons
Abbildung eines Babys mit Fetalem Alkoholsyndrom
Baby mit Fetalem Alkoholsyndrom von Teresa Kellerman [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Wird ein Embryo (bis zur 9. Schwangerschaftswoche) oder Fetus (ab der 9. Schwangerschaftswoche) während seiner Entwicklung Alkohol und Alkoholabbauprodukten ausgesetzt, so wird er nicht nur in seiner Entwicklung gehemmt, sondern erfährt in Abhängigkeit von Reifestadium, Alkoholmenge und individueller Disposition weitere körperliche und kognitive Entwicklungsschädigungen. Diese nachgeburtlich diagnostizierbaren Schäden fasst man unter den Begriffen fetales Alkoholsyndrom (beim Vollbild) oder unter fetale Alkoholeffekte (bei symptomatisch minderschwerer Ausprägung) zusammen. Als Oberbegriff wird Fetal Alcohol Spectrum Disorder genutzt.

Alkohol gehört zu den toxisch wirkenden Stoffen, welche die Plazentaschranke, die die Blutkreisläufe von Mutter und Kind trennt, überwinden, sodass das Ungeborene über die Nabelschnur den gleichen Alkoholpegel erleidet wie seine Mutter.

Denn bislang konnte nicht sicher nachgewiesen werden, ob es eine tolerable, nicht-schädigende Alkoholmenge gibt, und falls ja, wo sie qualitativ und quantitativ anzusiedeln wäre. Neben Studien, die einen geringen Alkoholkonsum als nicht signifikant schädigend bewerten, gibt es Feststellungen, nach denen selbst bei nur einmaligem größerem Alkoholkonsum bereits Fehlgeburten auftraten.

Da jedoch statistisch gesehen nur eine von fünf Frauen während der Schwangerschaft konsequent auf jeglichen Alkoholkonsum verzichtet, sind alkoholbedingte Schädigungen die häufigste Ursache vorgeburtlich entstehender kognitiver und körperlich-organischer Schädigung ohne genetischen Einfluss.

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung steht ein Zitat, welches schon nachdenklich macht:

Dabei trinken ungefähr 30 Prozent aller Frauen während der Schwangerschaft Alkohol – manche wenig oder wenn, dann nur ein bisschen, andere bis zum Vollrausch.

30 % trinken während der Schwangerschaft Alkohol

Zwischen 1,1 und 8,2 Kinder von 1.000 kommen laut, der im Artikel erwähnten Studien mit FAS zur Welt. Klingt nicht nach viel, ist aber mehr als Kinder mit Down-Syndrom oder Zerebralparese geboren werden.

Die Hirnschädigung des Nachwuchses durch den Alkohol ist nicht umkehrbar.

via Alkohol in der Schwangerschaft – Die tiefen Spuren des Trinkens – Gesundheit – Süddeutsche.de.