Gewohnheitsänderungen

Da ich schon lange kein Gedanken mehr festgehalten habe, oder einen dringenden Artikel verlinkt habe, schreib ich heute wieder einmal eine Kleinigkeit nieder.

Über die ganzen Unsäglichkeiten in der Zeit seit meinem letzten Post will ich nicht allzuviel von mir geben. Wir hatten in Österreich einen polarisierenden Wahlkampf zum Bundespräsidenten. In den USA ging es nicht weniger traurig zu. Die Türkei driftet auch in eine unbestimmte Richtung und polarisiert entsprechend in ganz Europa. Eine Strahlenwolke hatten wir auch wieder vor kurzem. Gäbe genug, aber da gibt es eh in den Medien genug dazu zu lesen, und auch viele Kommentare der verschiedensten Qualitäten dazu.

Nun zum wirklich wichtigen. Nachdem dies hier mein eigener Blog ist, sollte es wohl mehr um mich selbst gehen. 🙂

Gesundheit ist ja immer so ein Thema. Ich habe ja einen großen Zeiträuber, dass ist meine Arbeit. Die macht auch meistens ordentlich Spass. Aber meine Dienststellen sind halt rund um die Uhr besetzt, und das jeden Tag. Somit ist halt nix mit einem 7-15 Uhr Job. Das wäre auch richtig grauslich 😉
Im letzten Jahr hatte ich da richtige Herausforderungen, die erst im Laufe des heurigen Jahres hoffentlich endgültig gelöst werden, und mit weniger Zeit raubenden Herausforderungen ersetzt werden. Ganz ohne ist es ja auch langweilig. Worauf ich eigentlich hinaus will, trotz der vielen, und auch sehr unregelmäßigen Zeit für meine Arbeit schaffe ich es mittlerweile seit Ende November 2016 wirklich regelmäßig Sport auszuüben. Ist „zwar nur“ im Fitnessstudio, aber immerhin bin ich im Vergleich zu davor „0 Stunden“ nun bei 2-6 Stunden intensiver sportlicher Betätigung. Und das jede Woche. Und es macht Spass. Hat auch damit zu tun, dass zu den Zeiten, wo ich dazu komme, mein Fitness-Studio nicht so stark frequentiert ist. Ich muss diese Gewohnheit jetzt nur 2 Jahre durchhalten. Dann ist sie voraussichtlich ins Blut übergegangen, und permanent. Drückt mir da bitte die Daumen.
Die einzige kleine Schattenseite dabei ist nur, dass damit halt auch um die Zeit, die ich im Fitness Studio bin, weniger Zeit für Freunde vorhanden ist. Da regt sich schon der eine oder andere auf. 😉

Die andere Gewohnheitsänderung ist die des Couch Potatoe. Der bin ich noch immer. Klar. Aber, ich habe seit mehr als 1 Jahr kein lineares Fernsehen mehr genutzt. Die einzige Ausnahme waren die die Sondersendungen zum Wahlkampf, direkt am Wahltag. Aber sonst. Nur noch Streaming bei den beiden größten Anbietern weltweit. Das ist wirklich mehr als ausreichend. Wo sie leider beide ziemlich mau sind, ist bei Dokumentationen. Erstens generell recht wenige. Zweitens, die, die sie haben oft nur in Englisch und mit deutschen Untertiteln. Und abends, vor dem Schlafen, möchte ich mich nimmer mehr anstrengen. Somit hat meine kleine Streaming-Box auch die Apps von ein paar Fernseh-Sendern drauf. Die üblichen Verdächtigen halt.

Ich glaube ja, das wie bei der Musik-Industrie, der Buch-Industrie, der Film-Industrie, der Telekommunikations-Industrie und der Zeitungs-Industrie auch die Fernseh-Industrie in einem riesigen Wandel ist. Da werden auch nicht allzuviele übrig bleiben.

Telekom: Europa in 10-15 Jahren wahrscheinlich nur noch 2-5 Anbieter (echte, nicht die, die keine eigene Infrastruktur haben!)
Zeitungen: Ganz viel mit Pay-Wall (finde ich bei Abonnement der Papier-Ausgabe eine echte Frechheit, dass ich für die Online-Artikel auch noch extra zahlen soll, da werde ich meine beiden Abos Ende heurigen Jahres kündigen)
Filme/Fernsehsender: Da werden sich alle mit den beiden großen Streaming-Anbietern matchen. Und verlieren. Kino-Filme: ja, wird weiter funktionieren. Fernseh-Programm: in 5-10 Jahren obsolet.
Buch-Industrie: Ich lese echt gerne, trotz Couch Potatoe und Fitness-Studio und Arbeit. Aber ich brauch da kein Papier mehr. Es fehlt nur noch der Farb-E-Book-Reader, wo ich auch Zeitungen & Magazine drauf-bekomme. Dann Abo zu einem vernünftigen Preis. Muss definitiv günstiger sein, als mit tägliche Lieferung zur Haustür mit Papier! Aber da sind die Medienhäuser aktuell auch noch bisserl daneben. Sie laufen echt Gefahr von den „alternativen Fakten“-Portalen obsolet gemacht zu werden. Und das ist echt bitter.

Bin ja echt neugierig wie ich in einem Jahr und in ein paar Jahren auf diesen Beitrag schaue und was sich bis dorthin geändert hat.