Vicente Bokalic Iglic – der neue Bischof von Santiago del Estero

Das erste Interview des neuen Bischofs von Santiago del Estero in Argentinien.

Übersetzung des Artikels der Zeitung „El Liberal“, durch Christian Neuherz.

„Wir sollen in Reife und in Gewissen wachsen und uns respektieren“

In seinem ersten Kontakt mit der Presse hat der Bischof der Diözese von Santiago Del Estero von der Wichtigkeit der Familien gesprochen, um die Gewalttatsachen zu bekämpfen. Außerdem hat er an seine ersten Schritte in der Provinz erinnert.

Monsignore Vicente Bokalic
Monsignore Vicente Bokalic – Bischof von Santiago del Estero

Veröffentlicht am 15.03.2014 – Der neue Bischof der Diözese von Santiago Del Estero, Monsignore Vicente Bokalic, hat zum ersten Mal nach seiner Übernahme der Diözese am vergangenen Sonntag mit der Presse gesprochen und er hat sich in verschiedene Probleme vertieft, welche heute die santiagenische Gesellschaft beschäftigen.

Er hat sich über die Gewaltfälle und die Verwicklung der Minderjährigen in so heikle Themen, wie der Kriminalität beklagt.

Wir sehen viele schlechte Dinge, in welche wir die Jugendlichen verwickelt sehen. Wir sind durch die Wirklichkeit geschmerzt, welche die Kinder heute durchmachen, wo die Mama und der Papa nicht wissen, was sie machen können. Nehmen wir den Schmerz der Familie und wir haben angefangen viel die Lösung für alle zu suchen. Es ist nötig zu sehen, etwas zu tun, damit die Kinder nicht werden, was sie sind. Es ist nötig, zu helfen und die Art zu suchen, von der sich die Jugendlichen von guten Sachen angezogen fühlen. Alles Schlechte, was sie machen, ist Zeichen der Leere, besonders von einer Familienleere, von einer Leere der Zuneigung, Leere der Liebe und Leere von Horizonten„, hat der Prälat betont.

Die Familie

Außerdem hat er sich auf die Familienvereinigung bezogen, die zweifellos helfen kann die sozialen Dramen zu mildern. Jedoch, er hat den Gewaltgrad erkannt, der heute einen wichtigen Bereich im Leben Familie gewonnen hat, Bänder zerbrechend, die Liebe trübend und die Bindungen zerstörend.

Wir sollen in Reife und Gewissen wachsen und respektieren. Das Leben verschlimmert sich und wir sollen arbeiten, damit die Gewalt verschwindet. Es gibt Personen, die verletzt sind, die eine sehr harte Geschichte hatten, und später machen sie sehr traurige und bedauerliche Schritte. Und immer ist die Familie in diese Tatsachen verwickelt. Nicht durch nichts, will der Papst Francisco in erster Linie auf die Familie setzen, und nicht nur in Santiago sondern in der ganzen Welt, weil die Familie der Ort ist, wo wir aufgewachsen sind„, hat Bokalic reflektiert.

Und er hat außerdem betont, welchen Einfluss auf jede Person die Lebenserfahrung hat, die sie in der Kindheit gemacht hat.

Alle sind wir Früchte der Familie, mit schönen Geschichten und manchmal mit traumatischen. Und alles was in der Kindheit erlebt wird, hinterlässt Spuren, dann, wenn ich in einem heftigen Ort aufgezogen wurde, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich in manchem Augenblick gewalttätige Reaktionen habe; wenn ich keine Liebe hatte, und ich habe Gewalt gesehen oder ich habe an Gewalt teilgenommen, sicher wurde ich geformt, um in der Zukunft eine gewalttätige Person zu sein. Die Familie ist ein kompliziertes Thema, in dem es nötig ist, mit viel Respekt zu handeln.

Bischofswappen Bokalic
das bischöfliche Wappen von Vicente Bokalic.

Verpflichtet der pastoralen Mission, hat Monsignore Vicente Bokalic versprochen, mit den Santiagenern zu arbeiten, um gegen die Geißeln zu kämpfen, die heute die Gesellschaft bedrohen.

via „Tenemos que crecer en madurez y en conciencia, y respetarnos“ – El Liberal Digital.

Weitere Infos zur Person Vicente Bokalic Iglic:

  • Geboren: 11. Juni 1952
  • Priesterweihe: 1. April 1978
  • Weihbischof Buenos Aires: 15. März 2010
  • Titularbischof Summa: 15. März 2010 (Übernahme 29. Mai 2010)
  • Bischof Santiago del Estero: 23. Dezember 2013 (Übernahme 9. März 2014)